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Tierschutz e.v.

Unsere Stare

Immer mehr Zugvögel verbringen die kalte Jahreszeit in der Heimat. Andere kehren immer früher aus ihren Winterquartieren im Süden zurück. Dies dürfte mit den milden Wintern zusammenhängen, die letzten Endes wiederum auf die globale Klimaerwärmung zurückzuführen sind, auch wenn es einen „großen Staatsmann“ gibt, der dies immer noch nicht begriffen hat.

In Bad Reichenhall/Marzoll kehren die ersten Stare in der Regel Ende Februar zurück. Heuer traf der erste Star bereits am 31.01. ein.

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Star

Wie bei fast allen anderen Tierarten gibt es auch beim Star in gesamt Europa einen schleichenden Rückgang. Heute brüten in Deutschland ca.1 Mio. Star-Paare weniger, als noch vor 20 Jahren. Schuld ist die Landwirtschaft. Es gibt immer weniger Viehweiden und extensiv genutzte Wiesen. Rinder fristen ein trauriges Leben in engen Ställen. Beerentragende Hecken sucht der Star zwischen den Feldern meist vergeblich. Unmengen von Pestiziden vernichten Nahrungsinsekten (Rückgang um 80 %!). Der Star findet immer weniger Bruthöhlen in alten Bäumen. Die Gier des Menschen nach dem Holz wird immer größer. Bäume sind nicht zum Verheizen geschaffen.

Deshalb ist es umso wichtiger, dass jeder einzelne etwas für diese Tierart tut.

Wer dem Star etwas Gutes tun will, hängt in seinem Garten ein oder mehrere Nistkästen auf. Fertige Nistkästen für Stare gibt es z. B. unter www.lbv.de oder www. vivara.de. Ganz besonders gute Erfahrungen habe ich mit dem „Nistkasten Star“ von vivara gemacht. Dieser war bereits nach zwei Tagen besetzt und erfreut sich jedes Jahr ungebändigter Beliebtheit. Wichtig ist, dass das Einflugloch einen Durchmesser von 45 mm hat. Der Starenkasten sollte ca. vier Meter über dem Boden so angebracht werden, dass sich das Einflugloch an der wetterabgewandten Seite befindet. Der Kasten sollte bereits im Winter angebracht werden. Der Nistkasten muss so angebracht werden, dass er im Wind nicht schaukelt. Sehr gut eignen sich alte Bäume, Schuppen, Scheunen oder Hauswände. Wichtig ist, dass die Vögel zum Nistkasten einen freien Anflug haben. Andernfalls nehmen sie den Kasten nicht an.

Um eine Überhitzung im Innenraum zu vermeiden, sollte der Platz möglichst nicht in der prallen Sonne liegen.

Die Brutzeit beginnt meistens im April. Sie kann sich einige Wochen hinziehen, insbesondere wenn bis zu drei Bruten folgen.

Im Spätherbst sollten dann die alten Nester aus dem Kasten entfernt und der Kasten unbedingt gereinigt werden.

Wichtig ist auch, dass bereits spätestens Ende Januar im Garten ausreichend Futter vorhanden ist. Normales Streufutter ist hier ungeeignet.

Hervorragend geeignet sind sog. Energiekuchen, die aus pflanzlichen oder tierischen Fetten bestehen und reines Erdnussmehl, Beeren, Nüsse, Mehlwürmer etc. enthalten. Auch diese Energiekuchen, die es auch speziell für Stare gibt, erhalten Sie z. B. unter www.lbv.de oder www. vivara.de.